Historie vom Schlössl

Ein Hotel mit Tradition

Der Grundstein für das heutige „Schlössl“ wurde bereits im Jahre 1938 durch Ernst Prantl (+ 1966)  mit der Errichtung eines Krämerladens gelegt. Dieser Laden diente damals zur Nahversorgung der heimischen Bevölkerung. Dem Laden war auch eine Gaststube angeschlossen und zu dieser Zeit konnte noch niemand erahnen, welche Entwicklung folgen würde.

Das sogenannte „Wirtshaus am Höpperg“ diente ursprünglich als sozial- und gemeindepolitsches Zentrum und war/ist ein beliebter Treffpunkt für Erholungssuchende und Durchreisende. Durch die Nähe zur Dorfkirche wurden hier in späterer Folge auch zahlreiche Hochzeiten, Familien und Kirchenfeste abgehalten, weshalb sich seine Schwägerin Ida Prantl (+ 2005) im Jahre 1959 für den Zubau eines Speisesaales und 4 Gästezimmer entschied. Im Jahre 1962 wurden weitere 3 Zimmer sowie Lagerräume und Sanitäre Anlagen dazugebaut. In den Jahren 1980 – 1982 wurden zusätzlich 11 Gästezimmer und zwei Appartements errichtet.

Auf Grund der ständig steigenden Zahlen im Ganzjahrestourismus entschieden sich Elisabeth und Hubert Prantl – Plieschnig im Jahre 1990 für einen totalen Umbau des damals bestehenden Gasthauses mit angeschlossener Gästepension in eine moderne Hotelanlage mit 28 Gästezimmern. Bei diesem Umbau trennten wir uns unter anderem schweren Herzens vom bis dahin erfolgreich geführten Krämerladens.

Im gleichen Jahr erfolgte auch eine Namensgebung in „Ferienschlössl“ am Haimingerberg.
Diese Namensänderung führt tatsächlich auf eine geschichtliche Begebenheit mit Herzog Friedrich IV. zurück, welcher hier im Jahre 1415 weilte.

Im Herbst 2004 wesentlich erweitert, bietet das Haus heute für die unterschiedlichsten Ansprüche höchsten Komfort mit  vier Suiten, zwei Juniorsuiten, drei Familienzimmern mit getrennten Schlafräumen und 33 Doppelzimmern. Ebenfalls im Jahre 2004 wurden das Hallenbad, der Wellnessbereich, die Tiefgarage sowie der heutige Schlösslgarten angeschlossen.

Durch laufende Instandhaltungen und Investitionen finden Sie das „Schlössl“ in seiner jetzigen Form vor.

Wir sind stolz darauf und freuen uns, auch in Zukunft viele Gäste im „Schlössl“ begrüßen und bewirten zu dürfen.

Zum 80 jährigen Jubiläum im Jahre 2017 weisen wir auf eine Führung unter 3 Generationen durch die Familie Prantl - Plieschnig zurück.

Über den Dingen - dort wo alles begann.

Es war einmal ...

Herzog Friedrich IV. war der jüngste Sohn des Habsburgers Leopold IV.

Die Ereignisse des Konzils von Konstanz (1414 – 1418), einberufen von König Sigismund, waren es, die das Leben Friedrichs in den darauf folgenden Jahren belasteten und ihm den Beinamen „mit der leeren Tasche“ einbrachten. Das ohnehin schon angespannte persönliche Verhältnis zum König wurde noch verschlechtert, als Friedrich Papst Johannes XXIII. Geleit durch sein Land nach Konstanz gab und dessen Flucht unterstützte – dadurch wurde der Bestand des Konzils gefährdet. König Sigismund verhängte die Reichsacht über Friedrich, worauf sich dieser dem König vor dem versammelten Konzil unterwarf und in Konstanz gefangen genommen wurde.

Nach beinahe einem Jahr Gefangenschaft gelang Friedrich die Flucht. Er kam über den noch verschneiten Arlberg nach Bludenz. Dort erwartete ihn der getreue Hans von Müllinen von Schloss Berneck am Eingang in das Kaunertal, der ihn aufnahm.

Anlässlich eines vom Herzog in Landeck aufgeführten Reimspiels stellte Friedrich fest, dass das darin gezeigte Schicksal eines vertriebenen Fürsten bei den Leuten starken Eindruck machte. Er gab sich zu erkennen und wurde umjubelt. Dennoch musste er sich noch des Öfteren verstecken. Bekannt ist auch, dass er sich im Widum zu Flaurling aufgehalten hat, von dort flüchtete er, vorbei an Schloss Petersberg, auf den Höpperg. Vom Verstecken und den vielen Strapazen müde, soll er sich hier, wo heute das Ferienschlössl steht, zur Rast niedergelassen und ausgerufen haben: „Ach, wenn ich doch ein Schlössl hätt’!“ Jahrhunderte später sollte an dieser Stelle tatsächlich ein solches Schlössl entstehen.

Da er hier auf dem Höpperg von seinen Verfolgern hätte gesehen werden können, versteckte er sich nicht weit von dieser Stelle einige Tage in einer einfachen Holzhütte im Wald. Diese Stelle unterhalb des Brandsees heißt heute noch „Beim Fürstenhäusl“.

Nach längeren Verhandlungen in Konstanz hob Sigismund 1418 die Reichsacht über Friedrich auf und gab ihm gegen eine hohe Geldsumme seinen Besitz zurück. Geschickte Finanzpolitik und tüchtige Regierungstätigkeiten verbunden mit dem Beginn der Bergbauzeit in Tirol machten aus Friedl mit der leeren Tasche einen reichen Fürsten. Das reiche Erbe vermachte er seinem Sohn Sigmund, den man auch „den Münzreichen“ nannte.